Bericht zum Fachtag "Freizeit im Ganztag mal anders...II" 31.8.2012, Teil 1

Bericht zum Fachtag "Freizeit im Ganztag mal anders...II"  Teil 1

Am Freitag, den 31.08.2012, fand in der Hermann Neuberger Sport-schule Saarbrücken von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr der Fachtag "Freizeit im Ganztag mal anders...II“ – Nachmittags- und Ferienangebote kreativ gestalten statt. Durch verschiedene Workshops sollte dieser Fachtag Ideen und praktische Anregungen vermitteln, wie Freizeitangebote an Ganztagsschulen gestaltet und konzipiert werden können. Die Veranstaltung war eine Wiederholung des Fachtags "Freizeit im Ganztag mal anders...I“ – Nachmittags- und Ferienangebote kreativ gestalten vom 20.Januar 2012.

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„Will man die Eltern erreichen, muss man sich manchmal vieler Kanäle bedienen“, so Anette Becker von der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Saarland vor den 80 TeilnehmerInnen des Fachtags "Freizeit im Ganztag mal anders...II – Nachmittags- und Ferienangebote kreativ gestalten“. In ihrem Impulsvortrag („Zur Bedeutung von konzeptionalisierten Angeboten im Nachmittag für die Außenwirkung der Schule – Konzeptionalisierung als Teil der Öffentlichkeitsarbeit und Grundbaustein der Schulentwicklung“) plädierte sie deshalb dafür, neben dem klassischen Elternbrief auch über andere Informationsmedien wie Email oder Kontaktmöglichkeiten wie Feste, nachzudenken.

Die LehrerInnen und pädagogischen Fachkräfte wollten bei dem Fachtag in der Hermann Neuberger Sportschule am 31. August, Ideen und praktische Anregungen erhalten, wie sie Freizeitangebote an Ganztagsschulen gestalten und konzipieren können – und erfahren, wie diese Angebote so nach außen präsentiert werden können, dass Eltern sie annehmen und wertschätzen. Die Veranstaltung war eine Wiederholung des Fachtags vom 20. Januar 2012 – mit erweitertem Workshopangebot.

 

Regeln gemeinsam aufstellen

Nach dem Impulsvortrag, stellten sich die ReferentInnen und ihr Workshopangebot vor. In allen Workshops würde es darum gehen, wie ein Freizeitangebot für SchülerInnen im Ganztag geplant und/oder wie es durchgeführt werden kann, ob nun im Bereich Sport oder im Bereich Medien. Als Grundlage zeigte der Referent Fabian Theobald – später mit zwei Workshops zum Thema Erlebnispädagogik vertreten – im Plenum, wie man mit Kindern gemeinsam Regeln erarbeitet, die während des Ferienangebotes oder der Nachmittagsbetreuung gelten sollen. Dazu werden erst die Erwartungen der TeilnehmerInnen gesammelt, dann daraus Regeln für die Gruppe abgeleitet. Exemplarisch ging der Referent dieses Vorgehen mit den TeilnehmerInnen des Fachtags durch und hielt die Ergebnisse auf einem Flipchart fest. Beispielsweise nannte eine Teilnehmerin die Erwartung „Spaß haben“, eine andere nannte „Neues lernen“. Dann wurde überlegt, welche Voraussetzungen es dafür braucht, dass alle Spaß haben oder Neues lernen können. Aus beidem könnte sich die Regel „alle machen mit“ ergeben. Eine Regel die der Erwachsene in jedem Fall dazu nimmt und die dann für alle gilt ist die STOP-Regel – die sowohl von den Kindern als auch von den BetreuerInnen benutzt und unbedingt eingehalten werden soll. Zum Schluss können alle diese Regeln unterschreiben – und sich somit während des Angebots auf den „Vertrag“ berufen. Die Erfahrung zeige, so Theobald, dass gemeinsam entwickelte Regeln eher angenommen und eingehalten werden.